Diakonisches Werk der EKD e.V. - Monatliche Infos aus Diakonie und Kirche
 
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Ausgabe 04
25.04.2012
Sehr geehrte Damen und Herren,

viel Neues bringt der Frühling - auch auf diakonie.de. Auf den ersten Blick ist dies zwar nicht zu erkennen, aber im Hintergrund läuft die Überarbeitung der Homepage für den Relaunch im Sommer auf Hochtouren. Und auch inhaltlich geht es um einige Veränderungen und Neuerungen in Diakonie und Kirche.

Darüberhinaus finden Sie Aktuelles auf diakonie.de und unserer Facebook-Seite www.facebook.com/diakonie. Übrigens suchen wir Praktikanten für unsere Online-Redaktion. Mehr Infos dazu hier.

Einen schönen Frühling wünschen

Stephan Röger und Ulrike Pape





Inhalt dieser Ausgabe

Aus dem Bundesverband
Diakonie und Welt
Termine
 
 

Aus dem Bundesverband




Zivildienst im Kindergarten

Ein Jahr Bildungs- und Teilhabepaket: Hilfen kommen bei den Kindern nicht an
Die Ergebnisse einer bundesweiten Befragung von über 70 diakonischen Beratungsstellen hat der Diakonie-Bundesverband zum Jahrestag des Inkrafttretens des Bildungs- und Teilhabepakets vorgestellt.
"Um Leistungen aus dem Bildungspaket zu erhalten, müssen für ein Kind bis zu acht Einzelanträge bei unterschiedlichen Stellen eingereicht werden. Besonders kinderreiche Familien können die Antragsflut nicht bewältigen und schrecken vor einer Antragsstellung zurück", zieht Maria Loheide, sozialpolitischer Vorstand des Diakonie Bundesverbandes, kritisch Bilanz.
Die Diakonie fordert den Gesetzgeber auf, die überbordende Bürokratie beim Bildungs- und Teilhabepaket abzuschaffen.

 Meldung und Zusammenfassung: Ein Jahr Bildungs- und Teilhabepaket




Mutter und Tochter

Stellungnahme: Anerkennung der Lebensleistung in der Rentenversicherung
Für die Diakonie ist die Verhinderung von Altersarmut ein zentrales sozialpolitisches Ziel. Dies setzt ein neuer Gesetzentwurf nicht um.
Die im Gesetzentwurf vorgenommene Problembeschreibung konzentriert sich auf Personen, die lebenslang sozialversichert beschäftigt waren. Diese speziellen Lebenssituationen betreffen nur eine Minderheit der von Armut Bedrohten. Es gibt drängende Problemlagen bei sehr vielen Menschen, die durch eine Diskussion über "Lebensleistung" in der vorgenommenen Weise keiner Lösung näher gebracht werden können und die zu gravierenden Problemen in der Altersvorsorge führen.

Darum sollte der Rentendialog fortgesetzt und ein Konzept für eine weitestgehend armutsfeste Alterssicherung entwickelt werden.

 Stellungnahme auf diakonie.de




Sitzung des Ausschusses für Arbeit und Soziales Jan 2012 - DBT/Andi Hill

"Grundrechte der Beschäftigten von Kirchen stärken"
Unter dieser Überschrift fand am 26. März eine öffentliche Anhörung im Ausschuss Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages zur Arbeitsrechtssetzung auf dem Dritten Weg statt. Die Diakonie hat dazu eine schrifltiche Stellungnahme vorgelegt.
Als Fazit wird darin festgestellt, dass die Diakonie am Dritten Weg als einem dem Wesen und dem Auftrag der evangelischen Kirche entsprechenden Weg zur Arbeitsrechtssetzung festhält. Er ist ein zentrales Element diakonischer Kultur, bei dem trotz aller Reformbedürftigkeit gute Ergebnisse für Mitarbeitende und Einrichtungen erreicht wurden. Über ihre Satzungspflichten sind diakonische Einrichtungen auf die Anwendung kirchlichen Arbeitsrechts verpflichtet. Dadurch wird ein sehr hoher Grad der Tarifbindung erreicht.
Andererseits ist nicht zu verkennen, dass Fehlentwicklungen entstanden sind. Dass diese korrigiert werden, zeigen beispielsweise die Rechtssprechung des Kirchengerichtshofes der EKD und die Beschlüsse der EKD-Synode in Magdeburg. Trotzdem sind weitere Schritte notwendig, um das kirchliche Arbeitsrecht weiter zu entwickeln und den Reformprozess fortzusetzen.

 Stellungnahme zur Anhörung




Diakonisches Werk der EKD - Eingang

Arbeitsrechtliche Kommission: Neues Rundschreiben
Am 12. April wurde ein neues Rundschreiben der Arbeitsrechtlichen Kommission des Diakonischen Werkes der EKD veröffentlicht.
Inhalt sind die Eckpunkte der Entgeltrunde 2012, wie sie in der Sitzung am 27. März verhandelt und beschlossen wurden. Danach erhalten die Mitarbeitenden in der Diakonie eine Entgeltsteigerung von 2,9 %. Beschlossen wurde auch eine weitere Stufe für bereits Beschäftigte mit dem Ziel einer stärkeren Fachkräftebindung.
Die Einrichtungen der Diakonie profitieren insbesondere von einer Berücksichtigung der Investitionsmittel in der Jahressonderzahlung.

 Rundschreiben der ARK.DWEKD vom 12. April 2012




Gespräch zwischen Arzt und Pflegerin

Berufsabschlüsse: Neues Gesetz - mit Schwächen
Menschen, die ihren Studien- oder Berufsabschluss im Ausland gemacht haben, finden in Deutschland oft keinen entsprechenden Job – trotz allseits beklagtem Fachkräftemangel. Damit nicht noch mehr gut ausgebildete Zuwanderer im Niedriglohnsektor arbeiten müssen, trat am 1. April 2012 das neue Anerkennungsgesetz in Kraft. Die Diakonie sieht dennoch Schwächen.
Nach Ansicht der Diakonie wird das neue Gesetz nur zehn Prozent der insgesamt fast drei Millionen erwerbsfähigen Menschen mit ausländischen Berufsabschlüssen weiterhelfen, ihre Berufs- und Studienabschlüsse in Deutschland anerkennen zu lassen. Bereits seit 2010 gibt es beim Diakonischen Werk Hamburg die "Zentrale Anlaufstelle Anerkennung". Dort haben auch die chilenische Sozialarbeiterin Sandra Garcia und der polnische Physiotherapeut Pawel K. Hilfe gefunden. Zusätzlich zu ihrer Fallgeschichte Anerkennung von Berufsabschlüssen: Küchenhelfer mit Diplom gibt es auf diakonie.de eine Übersicht zu den rechtlichen Neuerungen im Detail: Anerkennungsgesetz: Auf einen Blick.

 Pressemeldung zum Anerkennungsgesetz




10.747 - ZAh des Monats April

Zahl des Monats: 10.747 Mal Kinder- und Jugendhilfe
In der Diakonie gibt es mehr als 10.000 Angebote und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Der Jugendmigrationsdienst (JMD) in Berlin-Neukölln, der junge Menschen mit Migrationshintergrund bei der schulischen, beruflichen und sozialen Integration unterstützt, ist eines dieser Angebote.
Die jüngste Entwicklung Neuköllns zum Szenebezirk für Studenten und Reisende hat die Arbeit des JMD verändert: "Berlin ist nicht mehr nur als Partystadt interessant, sondern auch als Ort zum Leben", sagt Sozialarbeiterin Martina Kinzel, "Es kommen immer mehr junge Spanier zu uns." Neben Jugendlichen, die aus ihrem Heimatland fliehen mussten und keinen Schulabschluss haben, suchen neuerdings also auch EU-Bürger Hilfe. Meist sind sie gut ausgebildet und suchen in Deutschland Arbeit - zum Beispiel die Spanierin Ines. Warum und wie die 27-Jährige zum JMD in Neukölln kam, ist auf diakonie.de nachzulesen - in der Geschichte zur Zahl des Monats April.

 Reportage auf diakonie.de
 

Diakonie und Welt




Kirche findet Stadt / Pixelio, Leps

Wettbewerb: Soziale Stadt 2012
Zum siebten Mal gibt es den bundesweiten Wettbewerb zum "Preis Soziale Stadt".
Über 1.000 Projekte wurden seit dem Jahr 2000 eingereicht und publik gemacht. Die Wettbewerbsergebnisse bestätigen eindrucksvoll die Bedeutung des Programms Soziale Stadt. Bis zum 30. Juni 2012 können Bewerberinnen und Bewerber Projekte einreichen, die beispielhaft zeigen, wie das soziale Miteinander in den Stadtquartieren gefördert werden kann. Die Diakonie beteiligt sich im Rahmen des Projektes "Kirche findet Stadt" gemeinsam mit anderen Akteuren an der Stadtentwicklung.

 www.preis-soziale-stadt.de




Bruderhilfe - Versicherungen

Bruderhilfe: Neue Website
Näher an den kirchlichen Wurzeln, zugleich moderner und emotionaler wollen sich künftig die Versicherer im Raum der Kirchen präsentieren. Dabei ist der Name keineswegs neu, hier fand lediglich ein Rollentausch statt. Denn was als symbolische Klammer unter den traditionellen Firmennamen Bruderhilfe - Pax - Familienfürsorge begann, bildet nun die Dachmarke der drei Gesellschaften.
Die drei Gesellschaften Bruderhilfe - Pax - Familienfürsorge haben als Versicherer im Raum der Kirchen eine lange Tradition. Vor 130 Jahren von Priestern und Pfarrern gegründet, fühlen sich die Unternehmen heute noch christlichen Werten verpflichtet. Über das Spenden- und Sponsoring-Engagement fließen Teile der erwirtschafteten Kapitalerträge in kirchliche und soziale Projekte - ganz im Sinne des Slogans "Menschen schützen. Werte bewahren".

 www.bruderhilfe.de




Brillenputztuch

Diakonie-Shop: Produkt des Monats
Für Brille oder Sonnenbrille, das Brillenputztuch ist ohne Zweifel ein Praktischer Helfer für Sie. Zugleich ist es ein originelles Geschenk.
Aus Mikrofaser, einzelverpackt in wiederverschließbarem Polybeutel, Maße: 18 x 15 cm.

Violett
Art.-Nr.: 619 104 480
Preis: 2,50 EUR (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)

Mit Cartoon-Druck
Art.-Nr.: 619 104 490
Preis: 2,50 EUR (inkl. 19% MwSt. zzgl. Versand)

Bestellung unter 0711 - 2159-777 oder über den Shop des Zentralen Vertriebs im Internet:

 Diakonie-Webshop
 

Termine




Gesamtverband Sucht
11.06.2012
Fachtag: Elternschaft als Thema der Suchthilfe
Viele Menschen mit Suchtproblematik, die sich in Beratungs- und Behandlungsprozessen der Suchthilfe befinden, tragen Verantwortung für Kinder. Sind diese Kinder für längere Zeit einer suchtbelasteten Situation in ihren Familien ausgesetzt, erhöht sich das Risiko, dass sie später in ihrem Leben selbst Sucht- oder andere psychische Störungen entwickeln. Dies ist ein Anlass für einen Fachtag für Fachkräfte (insbesondere Jugend, Erziehung, Bildung), Engagierte aus der Sucht-Selbsthilfe sowie Verantwortliche aus den Bereichen Politik, Verbände, Sozialleistungsträgern, Trägereinrichtungen und Selbsthilfe.

Termin: 11. Junii 2012
Ort: Festsaal des Ev. Johannesstiftes, Schönwalder Allee 26/3, 13587 Berlin-Spandau
Infos und Anmeldung: bis zum 7. Mai per Mail an gvs@sucht.org oder über die Karte im Info-Flyer: Fachtag: Elternschaft als Thema der Suchthilfe




Altenpfleger im Evangelischen Johannesstift
5. Juni 2012
Fachtag: Altenarbeit im Gemeinwesen
Unsere immer älter werdende Gesellschaft stellt Politik und Zivilgesellschaft, Bund, Länder und Kommunen vor ganz neue Herausforderungen, die kommunale Daseinsvorsorge zu gestalten. Dazu gehört auch eine verlässliche Finanzierung gemeinwesenorientierter Altenarbeit.

Die Handreichung des DWEKD "Altenarbeit im Gemeinwesen" zeigt an Hand von guten Praxisbeispielen Wege zu einer verlässlichen Sockelfinanzierung und stellt Regelungen vor, die eine nachhaltige und verlässliche Finanzierung möglich machen. Diese Vorschläge sollen auf einem Fachtag gemeinsam mit Fachleuten der Politik aus Bundes-, Landes- und Kommunalebene, der Diakonie, der Praxis und Engagierten aus der Seniorenarbeit vorgestellt und diskutiert werden.

Termin: 5. Juni 2012
Ort: Haus des Militärbischofs in 10623 Berlin, Jebenstrasse 3
Infos und Anmeldung stehen ab Mitte April auf diakonie.de: Veranstaltung: Altenarbeit im Gemeinwesen
 

 




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Jeweils zwei Mitglieder des Vorstandes vertreten das Diakonische Werk der EKD e.V. im Rechtsverkehr gemeinsam.
Registergericht:
Amtsgericht Stuttgart, Vereinsregister 3209
USt-IdNr.: DE 147801862

Das Werk wird durch den Vorstand vertreten.
Er besteht aus folgenden Mitgliedern:

Präsident OKR Johannes Stockmeier
(Vorsitzender)

Vizepräsidentin Pfarrerin
Cornelia Füllkrug-Weitzel
(Vorstand Ökumenische Diakonie)

Dr. Jörg A. Kruttschnitt
(Vorstand Wirtschaft und Verwaltung)

Maria Loheide
(Vorstand Sozialpolitik)